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Arbeit mit Geflüchteten

Obstallee 22d | Karte
13593 Berlin

Ansprechpartner
Mohamed Zaidi
(030) 363 41 12
zaidi@gwv-heerstrasse.de

Flyer
JuMi-Lotsen
Arbeit mit Geflüchteten

Stadtteilzentren sind als Einrichtungen der Nachbarschaft in besonderem Maße geeignet und gefordert, sich für eine lebendige Nachbarschaft zu engagieren und zeitnah auf ein sich veränderndes Umfeld zu reagieren. Durch den Zuzug von Geflüchteten entstanden zusätzliche Herausforderungen gemeinsam mit den Bürgern und Bürgerinnen unseren Sozialraum zu gestalten und ein lebendiges, tolerantes Miteinander zu fördern. Die zu uns in das Gebiet gezogenen Geflüchteten erleben durch Veranstaltungen im Zuge der Willkommenskultur nicht nur ein Zeichen von Gastfreundschaft, sondern besonders auch die Möglichkeit zu einem authentischen und offenen Dialog mit den hier langansässigen Bewohnern. In weiteren Schritten versuchen wir die neu Angekommenen in die Angebote im Stadtteil einzubeziehen.

Einerseits haben wir somit die Aufgabe, die neuen Nachbarn in das Gemeinwesen zu integrieren, andrerseits aber auch die Aufgabe, auf Sorgen und Befürchtungen der langansässigen Bewohner unseres Stadtteils einzugehen. Durch das Erleben des Zuzug selbst, aber auch besonders durch das in der Öffentlichkeit sehr kontrovers diskutierte Thema der Flüchtlingspolitik sind viele Bürger und Bürgerinnen erheblich beunruhigt. Hier gilt es Ängste abzubauen, Informationen auf sachlicher Ebene zu diskutieren und durch demokratiefördernde Veranstaltungen fremdenfeindlichen Ansätzen entgegenzuwirken. Wir versuchen dies durch kontaktfördernde Dialoge zwischen den neuen Nachbarn, den alteingesessenen Bürgern und auch Menschen aus Politik und Verwaltung. Begleitend dazu gibt es Informationsveranstaltungen, welche Sachthemen aufnehmen wie in unserer Veranstaltungsreihe: „Wir ist mehr als ich und Du“, eine Kooperation mit der evangelischen Kirchengemeinde zu Staaken, sichtbar wird.

In Berlin Spandau sind laut dem Gesundheitsamt für Gesundheit und Soziales mit dem Stand vom 30.6.2016 bislang 5.573 Geflüchtete in Aufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Die drei für Spandau zuständigen Stadtteilzentren sind somit erheblich gefordert, auf die neu entstandenen Bedarfe in unserer Nachbarschaft einzugehen.

Wir setzen unsere Arbeit mit folgenden Schwerpunkten um:

  • Vernetzung in der Nachbarschaft
  • Initiierung von lebendiger Begegnung
  • Informationsweitergabe

Die neuen Aufgaben können wir nur bewerkstelligen, wenn wir unser Ehrenamtsnetz erweitern und auch die ehrenamtlich tätigen Bürger und Bürgerinnen durch entsprechende Unterstützungen wie interkulturelle Schulungen, Supervision auf die neuen Aufgaben vorbereiten. Weiterhin ist der Aufbau eines Unterstützernetzwerkes durch farsi, arabisch, kurdisch, französisch sprechende Übersetzern notwendig. Im Zuge dieser Bemühungen hat sich hier in der Heerstraße Nord eine Gruppe etabliert, die „ JUMi Lotsen“. Hierbei handelt es sich um eine Gruppe Jugendlicher aus dem Stadtteil mit Migrationshintergrund und dementsprechenden Sprach- und Kulturkenntnissen, welche großes Engagement bei der Unterstützung minderjähriger geflüchteter Jugendlichen zeigt. Wir freuen uns über jede noch so kleine Mithilfe! Bitte wenden Sie vertrauensvoll sich an Thomas Streicher, unseren Ehrenamtsleiter, der Sie gerne berät!




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